GEPLANTE S7: KLEINE ZEITUNG MIT TUNNELBLICK STATT WEITSICHT

Die Kleine Zeitung (Freitag 23.August 2019) befaßte sich in ihrem Kommentar „Weitsicht statt Tunnelblick“ mit den – noch immer wahrnehmbaren – „Gegnern“ der geplanten Fürstenfelder Schnellstraße S7. 

Dass der Waldflächenverlust – allein im Abschnitt West der S7 – knapp 90 ha beträgt, wovon 43,4 ha dauerhaft versiegelt werden, was – nach den Feststellungen der UVP-Behörde – auch durch Ausgleichsmaßnahmen oder sonstige Maßnahmen NICHT ersetzt werden kann, unterschlägt die mit den Fakten rund um die geplante S7 nicht gerade gesegnete Autorin ihren Lesern.

Angesichts des mittlerweile auch auf globaler Ebene vorrangigen Themas Nr.1 „Klimawandel“ wäre eine Betrachtung der geplanten CO2-Schleuder S7 unter dem Aspekt des Klimaschutzes wohl eher angebracht gewesen, als sich mit der von der Autorin einfallslos lancierten Wunschvorstellung, „auf gut ausgebauten Straßen fahren zu wollen“, zufrieden zu geben.

Die zahlreichen „Gegner“ haben nachweislich bereits vor zehn (!) Jahren die Öffentlichkeit auf die negativen Folgen der massiv erhöhten CO2-Emissionen in der Region durch die geplante S7 für das Klima hingewiesen. Diese in der Öffentlichkeit mit „Tunnelblick statt mit Weitsicht“ in entwürdigender Weise zu diskreditieren, kann nur als nicht entschuldbare Entgleisung gegenüber für den Schutz der Umwelt engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Region angesehen werden. Unter Berücksichtigung der dem UVP-Bescheid entnehmbaren Fakten (siehe oben) stellt sich daher die Frage, ob nicht der Autorin des Kommentars und der Kleinen Zeitung das Attribut „Tunnelblick statt Weitsicht“ zu verleihen ist.