FÜRSTENFELD – 02 – 2020-11-22

Die Kamera (Rolleiflex 2,8 F, Xenotar 1: 2,8, Ilford HP5+, Rodinal 1:100, semistand, 23°) flaniert in Fürstenfeld an der Feistritz. Die Sprache der Technik kontrastiert die Sprache der Natur. Strenge Formensprache mit klaren Geraden und definierten Winkeln vereinfacht und verarmt die Vielfalt der natürlichen Ausdruckskraft. Das Rauschen des Wassers begleitet und verbindet Technik und Natur. Der Film ist endlich, dies erleichtert und befreit von der Last der Unendlichkeit.

JOBST 01 – 2020-11-12

Die Kamera (Nikon F 501, Nikon 50 mm, 1:1,8 Series E, Ilford Pan 100, Rodinal 1:100, 23°) flaniert in Jobst, Gemeinde Bad Blumau. Jobst ist der Sehnsuchtsort all jener, die der digitalen Entgiftung zustreben: keine stabilen Mobilfunkverbindungen, weder im Telefonnetz noch im Internet. So bleibt Zeit, dem Herbst zuzuschauen, wie er sich durch trübe Tage dem Winter entgegen schleicht. Der Film ist endlich, dies erleichtert und befreit von der Last der Unendlichkeit.

FÜRSTENFELD – 01 – 2020-11-01

Die Kamera (Rolleiflex 2,8 F, Xenotar 1: 2,8, Ilford HP5+, Rodinal 1:100, semistand, 23°) flaniert in Fürstenfeld, Hamerlingstraße. Ein Allerheiligentag mit Nebel und wenig Menschen. Eine Architektur aus der Zwischen- und Nachkriegszeit mit Aus- und Umbauten bis heute. Behübschungen stellen sich dar und fordern Aufmerksamkeit. Der Film ist endlich, dies erleichtert und befreit von der Last der Unendlichkeit.

FÜRSTENFELD: KAUM ERÖFFNET – SCHON EIN SCHADENSFALL

Ende September 2019 wurde die sanierte Stadtauffahrt Kusmanekstraße mit viel Pomp, Trara und kirchlichem Segen eröffnet. Seit Anfang August 2020 ist das sanierte Straßenstück durch eine massive Hangrutschung nach einem Unwetter ein in Hunderttausende Euro gehender Schadensfall.

Zum Vorhaben selbst hält das Land Steiermark unter anderem fest:

„Dabei war das nächste Hindernis der Hang zwischen Radweg und Friedhof – dieser war rutschgefährdet. Die Firma Rauer, welche das gesamte Bauprojekt plante, musste Lösungen finden, um den Hang zu stützen. Dank einer neuen Stützmauer und einer entsprechenden Hangsicherungsmaßnahme konnte das Projekt umgesetzt werden.“

Entweder bei der behördlichen Genehmigung des Projektes oder bei dessen baulicher Umsetzung wurde – wie jetzt offenkundig geworden ist – nicht jene Sorgfalt aufgewendet, die in Kenntnis der Rutschgefährdung des Hanges notwenig gewesen wäre, um das Schadensereignis von Anfang August 2020 zu unterbinden.

Erkennbar ist auch, dass der nicht vom Vorhaben betroffene Abschnitt des Hanges dank natürlichen Bewuchses von den Folgen des Unwetters verschont geblieben ist.

Eine Prüfung der Verantwortlichkeit der am behördlichen Genehmigungsverfahren und der an der baulichen Ausführung Beteiligten in Richtung eines schadenersatzrechtlichen Einstehens für die Kosten der Sanierung der Hangrutschung wird jedenfalls erforderlich sein, um zu verhindern, dass – wieder einmal – nur die Steuerzahler die Folgen allfälligen Fehlverhaltens von Behörden und anderer, an der Projektumsetzung Involvierter zu tragen haben.

VIRUS FORDERT: S7-BAUSTOPP – AUTOBAHNIRRSINN BEENDEN

Die Umweltorganisation VIRUS fordert anlässlich des kürzlich vorgestellten “nowcast” des Umweltbundesamts mit 80,4 Millionen CO2-Äquivalenten, die im Jahr 2019 ausgestoßen wurden rasches Handeln abseits der Rhetorik der Vorgängerregierungen. Sprecher Wolfgang Rehm: “Seit dreißig Jahren schafft es die Republik bei den Treibhausgasen nicht, dauerhaft das Ausgangsniveau von 1990 zu unterschreiten, von substanziellen Senkungen ist ohnehin keine Rede. Da dies praktisch nur am Verkehr liegt, ist es untragbar den verkehrs- und emissionserregenden Autobahnbau weiter unter den klimapolitischen Glassturz zu stellen, wie dies die Landeshauptleute mit ihren Wunschprojekten tun”.

Dieser Neubau gehöre ebenso gestoppt, wie der Finanzminister gefordert sei, in Form eines Sonderbudgets zusätzliche Milliarden für den Öffentlichen Verkehr bereitzustellen. Mit dem derzeitigen Fokus auf Autobahnen würde nicht nur überteuert Beton in die Landschaft gegossen und wertvolle Fläche versiegelt, sondern auch Neuverkehr erregt. “Diese Verkehrsinduktion passiert kurzfristig ebenso wie als langfristige ungünstige Weichenstellung für die Raumentwicklung und braucht es endlich die Reißleine für diesen Irrweg”, so Rehm. Dies betreffe sowohl in unterschiedlichen Stadien der Genehmigungsverfahren befindliche Vorhaben wie S34-Traisentalschnellstraße, die ohnehin äußerst fragliche und gerade noch nicht abgewiesene S8-Marchfeldschnellstraße sowie die besonders teure S1- Lobauautobahn (mit dem Lobautunnel) und ihre Satellitenprojekte als auch weitere Landeshauptmannwünsche wie die Wald- und Mühlviertelautobahn, die “Ostumfahrung” von Linz und die S18 in Vorarlberg egal ob sie im Bundesstraßengesetz stehen würden oder nicht.

“Auch bereits in Bau befindliche Vorhaben wie die S7-Fürstenfeldschnellstraße und insbesondere die nur durch einen Kuhhandel nicht wegevaluierte A26 Linzer-Autobahn sollten noch gestoppt werden,” fordert Rehm. Damit die Verkehrsemissionen nicht weiter davongaloppieren, sei dies eine aufgrund überholter Konzepte bisher unterlassene zwingende Notwendigkeit aber allein nicht hinreichend.

“Begleitend zum bereits angelaufenen 1-2-3 Ticket und um dies voll zur Geltung zu bringen, braucht es eine Transportgarantie im öffentlichen Verkehr was bedeutet, dass es in Östereich in der Fläche ein regelmäßig verkehrendes Öffentliches Verkehrsangebot mit attraktivem Fahrplan und funktionierenden Anschlüssen gibt mit dem zudem jeder Ort Österreichs innerhalb eines Tages erreichbar sein soll”, so Rehm. Rückgrat bildeten Eisenbahn und zusätzlich zu deren weiteren Ausbau, der Erhalt und Wiederinbetriebnahme von Bahnstationen ergänzt durch Bus und Sammeltaxisysteme. “Dies steht als Mobilitätsgarantie bereits im Regierungsübereinkommen und stellt dies erst die Voraussetzung dar, mit den fixierten CO2 Steuern und der Streichung klimaschädlicher Subventionen auch einen Lenkungseffekt zu erzielen”.

Gefordert sei hier allen voran der Finanzminister, “koste es was es wolle” ausreichende Mittel bereitzustellen. “Hier wird es die Bereitstellung bzw. Umlenkung von jährlich mehreren Milliarden Euro benötigen und man darf nicht länger so tun als hätten die Treibhausgasemissionen im Verkehr und die Art der Infrastrukturentwicklung nichts miteinander zu tun – ohne drastischen Paradigmenwechsel wird es keinen Erfolg bei der Emissionssenkung geben”, so Rehm abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Rehm virus.umweltbureau@wuk.at

VERDACHT: FEINSTAUBPARTIKEL ALS VIREN-VEHIKEL ?

Italienische Wissenschaftler wollen einen Zusammenhang zwischen hoher Feinstaubbelastung und der schnellen Verbreitung des Coronavirus Covid-19 in der Po-Ebene entdeckt haben.

Die Europäische Allianz für Gesundheit (EPHA) weist gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hin, dass die in der Vergangenheit von Verkehr, Industrie und Heizen ausgestoßenen Schadstoffe zu Lungenschäden geführt haben, was das Risiko bei COVID-19-Erkrankung für viele Personen verschärft hat

GESCHLOSSEN !

Die Rahmenbedingungen, die die – wie sich derzeit zeigt – sorglose Politik in der letzten Jahrzehnten geschaffen hat, und die angeblich zur Sicherung des Wirtschaftswachstums und des Wohlstandes in weiten Bereichen außerhalb demokratischer Kontrolle notwendig waren (Stichwort: no alternative), führen nun in eine geschlossene Gesellschaft mit massiven Einschränkungen der persönlichen Freiheit.