FÜRSTENFELD: KAUM ERÖFFNET – SCHON EIN SCHADENSFALL

Ende September 2019 wurde die sanierte Stadtauffahrt Kusmanekstraße mit viel Pomp, Trara und kirchlichem Segen eröffnet. Seit Anfang August 2020 ist das sanierte Straßenstück durch eine massive Hangrutschung nach einem Unwetter ein in Hunderttausende Euro gehender Schadensfall.

Zum Vorhaben selbst hält das Land Steiermark unter anderem fest:

„Dabei war das nächste Hindernis der Hang zwischen Radweg und Friedhof – dieser war rutschgefährdet. Die Firma Rauer, welche das gesamte Bauprojekt plante, musste Lösungen finden, um den Hang zu stützen. Dank einer neuen Stützmauer und einer entsprechenden Hangsicherungsmaßnahme konnte das Projekt umgesetzt werden.“

Entweder bei der behördlichen Genehmigung des Projektes oder bei dessen baulicher Umsetzung wurde – wie jetzt offenkundig geworden ist – nicht jene Sorgfalt aufgewendet, die in Kenntnis der Rutschgefährdung des Hanges notwenig gewesen wäre, um das Schadensereignis von Anfang August 2020 zu unterbinden.

Erkennbar ist auch, dass der nicht vom Vorhaben betroffene Abschnitt des Hanges dank natürlichen Bewuchses von den Folgen des Unwetters verschont geblieben ist.

Eine Prüfung der Verantwortlichkeit der am behördlichen Genehmigungsverfahren und der an der baulichen Ausführung Beteiligten in Richtung eines schadenersatzrechtlichen Einstehens für die Kosten der Sanierung der Hangrutschung wird jedenfalls erforderlich sein, um zu verhindern, dass – wieder einmal – nur die Steuerzahler die Folgen allfälligen Fehlverhaltens von Behörden und anderer, an der Projektumsetzung Involvierter zu tragen haben.