GEPLANTE S7: TUNNEL RUDERSDORF NEUERLICH IM GEREDE

Nach dem Tunnelunfall vom 17.09.2019 drangen nun neuerlich Informationen über angebliche Unzulänglichkeiten beim Tunnelbau an die Öffentlichkeit. Anders als im Westen der S7-Baustelle, wo die dort herrschende Lebensgefahr von der Asfinag durch die Anbringung zahlreicher Verkehrszeichen dokumentiert ist, entzieht sich die Tunnelbaustelle mangels Einsichtbarkeit jeder öffentlichen Wahrnehmung.

Anstatt im Stile eines seriösen Unternehmens die Informationen durch eine unabhängige Kommission überprüfen zu lassen, hat die Asfinag in herabsetzender Weise die Informationen als „Unsinn“ bezeichnet und rüpelhaft gleich mit „rechtlichen Konsequenzen“ gedroht. Die bauausführende Firma hat sich in einem kommunikationstechnisch einwandfreien Schönsprech – ohne auf Einzelheiten mit Ausnahme der besonders guten Entlohnung der Arbeiter einzugehen – pauschal jeder Verantwortung entzogen.

Aufklärung und faktengetreue Information sehen anders aus. Aber dies war seit Beginn des Vorhabens S7 ohnedies immer nur ein frommer Wunsch.